Bernd von der Walge
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Michail Schaiber-Sokolski: Die russischen ›dicken‹ Zeitschriften

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Radioessay im SWR II – einem von 28 – vom Juni 1996 zur kulturellen Leitfunktion der sogenannten
“dicken” literarischen Zeitschriften in Russland.
Hier aus aktuellem Anlass der drohenden Schließung der Petersburger Zeitschrift "Zvezda" (Stern) als Vorab-Information vor Erscheinen des gesamten Buches zu seinem Todestag am 25. November 2015.

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Ein vorbildlicher Lehrmeister. Zur Erinnerung an Michail Schaiber-Sokolski.

Als Michail Schaiber-Sokolski (1923-2005) am 24. November 2005 in einem Marburger Krankenhaus verstarb, da ahnte ich noch nicht, wie Recht er haben würde mit seinen Vorahnungen vom Zerfall der einzigartigen russischen Geisteskultur. Seine hier (Link siehe unten) in einem aus aktuellem Anlass vorab publizierten ‘Sorgen’ aus einem Radioessay im SWR II – einem von 28 – vom Juni 1996 zur kulturellen Leitfunktion der sogenannten “dicken” literarischen Zeitschriften in Russland, sehen sich durch Meldungen aus Russland über das drohende Ende der 1924 gegründeten Petersburger Literaturzeitschrift “Zvezda” (Swesda, Stern) mehr als bestätigt. Als sozusagen ‘flankierende’ Meldung kann das Ende der 250 Jahre alten Verlags-Druckerei der Moskauer Universität gelten. Diese und andere Eckpfeiler der russischen Kultur sterben auf eine westlichen Ländern entlehnten Methode einen ‘kalten’, lautlosen – einen administrativen Tod. Es werden ihnen die angeblich unzureichenden Mittel aus dem staatlichen Haushalt entzogen.

Ein S.O.S. erreicht uns auf der russischen Webseite “Russkaja Planeta", wo zum “Crowdfunding” für “Zvezda” aufgerufen wird – zum Überleben.

http://planeta.ru/campaigns/savezvezda

Wir folgen diesem Aufruf, der heute, am 4. August 2015, noch zu 90% von seinem Ziel entfernt ist.

Ebenfalls auf “Russkaja Planeta” lesen wir heute, daß aus Russland nach britischen Schätzungen im Verlauf der vergangenen 15 Jahre ca. 2 Billionen US Dollar “exportiert” wurden. Das “Kapital” scheint über den Geist gesiegt zu haben. Wir sind aber überzeugt, dass dieser “Sieg des Mammons” nur ein scheinbarer ist, so wie es immer nur ein scheinbarer war in der Menschheitsgeschichte.

Weimar (Lahn), am 6. August 2015,

Bernd E. Scholz

 

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