Bernd von der Walge
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RadioART Essay

“Ich glaube an die Unsterblichkeit der Seele.”

Der russische Dichter Arseni Tarkowski

Von Bernd E. Scholz

 

Arseni Tarkowski war in der Sowjetunion bis 1962, als sein erstes Gedichtbändchen „Vor dem Schnee“ erschien, nur als Versübersetzer bekannt. Immerhin war er da bereits 55 Jahre alt. Heute wird er in eine Reihe mit Russlands größten Dichtern des 20. Jahrhunderts gestellt: mit Osip Mandelstam, Marina Zwetajewa, Boris Pasternak, Anna Achmatowa, Nikolai Sabolozki, Iosif Brodski.

In Westeuropa wurden seine Gedichte in den 70-er und 80-er Jahren durch seinen Sohn, den Filmregisseur Andrej Tarkowski, bekannt gemacht, der sie in seinen Filmen rezitieren ließ – manchmal sogar vom Vater selber ("Stalker", "Der Spiegel", "Nostalghia").

Im Jahr der Katastrophe von Tschernobyl, 1986, verlor der damals 79-jährige Arseni Tarkowski seinen seit 1983 in Westeuropa lebenden Sohn Andrej nach schwerer Tumorerkrankung in Paris. Beide sind bereits zu Legenden geworden, die Lyrik des einen ist ohne die Filme des anderen nicht zu denken und umgekehrt. Was für Filme! Was für eine Lyrik!

Wer ist dieser in der Tradition der russischen, ja der Weltpoesie sicher wandelnde Arseni Tarkowski eigentlich? - Er schien durch die Dichtung des 20. Jahrhunderts so unbeirrt und unbeirrbar zu schreiten wie weiland Jesus Christus über die Wasser des Sees von Galiläa: alles Bedrohliche, das ihn wie viele andere russische Dichter des 20. Jahrhunderts zu verschlingen drohte, wich immer wieder vor ihm zurück.

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